Wie vor 100 Jahren: mit einer Kodak No. 2A Folding Autographic Brownie fotografieren

Seit langer Zeit habe ich in einer Schublade eine alte Kamera liegen, die ich von meinem Großvater bekommen habe und von der ich nicht wusste, ob und wie sie überhaupt geht und so. Man könnte sie gut als Deko verwenden, aber da wir keinen Fotografenladen haben (wer weiß, vielleicht später mal) ist es nicht so angebracht. Im Wohnzimmer auf dem Fensterbrett oder so sähe sie ziemlich random aus.

Nun habe ich sie mal ausgeführt. Eins vorweg: Totalkatastrophe. Erstens sind die 616/116-Filme, für die die Kamera damals gebaut worden ist, nicht mehr zu bekommen. Es sei denn du kaufst irgendwelche aus Amerika, abgelaufen und zu astronomisch hohen Preisen. Deswegen musste ich es mit einem normalen 100er probieren, was auch problemlos geht eigentlich und noch besser gehen würde, hätte ich vorher die Filmspülen ein bisschen angepasst und so. Jetzt weiß ich, dass es dafür im Netz ziemlich tolle Anleitungen gibt, aber ich habe es nicht gemacht, werde es vielleicht später mal, aber jetzt hatte ich das halt noch nicht. Also waren fast alle Bilder quasi über- oder doppelbelichtet. Und dann habe ich noch entdeckt dass der Balgen nicht mehr 100% Lichtdicht ist, was natürlich zu so komischen Lichtflecken führt. Aber an sich scheint die Kamera zu funktionieren. Ich werde sie ein bisschen ertüchtigen, und beim nächsten Urlaub kommt sie definitiv mit. Denn cool ist sie auf alle Fälle!